Modellhubschrauber Max Herla
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Nach den Flächenmodellen und dem Sauglück nach dem letzen Absturz waren Hubschrauber angesagt.
Die fliegen ja viel langsamer und sind lange nicht so gefährlich !!!

--------------- Pustekuchen --------------

Die Rotorblätter fliegen ja quasi um den Hubi herum und zwar viel schneller als es je ein Flächenflugzeug könnte.
Rechnerisch mit Blattspitzengeschwindigkeiten von über 500km/h, das ist mehr als die halbe Schallgeschwindigkeit!
Man kann sie als fliegende Kreissägen bezeichnen.
Der sinnvolle Einstieg in dieses Geschäft erfolgte damals mit den einzigen käuflichen Hubis von Dieter Schlüter.
Dieser Mensch hatte sich in akribischer und hartnäckiger Kleinarbeit ein System zusammengebastelt,
das zwar technisch nicht unbedingt bester Stand war,
aber das einzige mit dem man wirklich fliegen konnte, was man von den Produkten anderer Hersteller nicht unbedingt behaupten konnte.
Es war ein Gebastel aus Alublechen, Hebelchen und Plastikteilchen,
das einen dazu zwang, nach jedem Flug erst mal zu schrauben.
Gehässige Mitmenschen sagten, deswegen der Name Hubschrauber.
Die Fernsteuerungen und Rudermaschinen hatten mit dem Geschüttel ihre liebe Not.

Flughilfen gab es so gut wie keine.
Wie gesagt 10 min fliegen 1 Std schrauben.
Jahre später
Ein zufälliger Besuch eines Modellflugplatzes brachte mir die Erkenntnis, dass sich auf dem Fernsteuerungssektor in der Zwischenzeit einiges getan hatte.

Der Neueinstieg mit einem Jetranger von
Vario
war die Folge
Es gab Fernsteuerungen mit programmierbaren Abhängigkeiten der einzelnen Funktionen, genannt Mischer.
Kreiselsysteme, die das lästige Wegdrehen des Hecks verhinderten.
Drehzahlregler, die den Motor unabhängig von der Belastung selbständig auf Drehzahl hielten.
Das alles vereinfachte das Fliegen dermassen, daß man die Hubis genauso leicht fliegen konnte wie Flächenmodelle.
WENN DIE MECHANIK IN ORDNUNG WAR !!!!!!!!
Also trotzdem wieder schrauben, wenn auch lange nicht so viel wie früher.
Eigentlich nur regelmäßige Sicherheits-Checks.
Loopings, Rollen, sogar Rückenflug waren plötzlich möglich.
Und all das, was ein Flächenmodell naturgemäß nicht kann. Schweben rückwärts fliegen seitwärts fliegen und was noch so alles...
... mal schnell zu einem Rehbock am Waldrand schweben und Guten Morgen sagen.
Dann kamen die ersten Eigenkonstruktionen
Als Mechanik war nach wie vor die bewährte Vario-Mechanik im Einsatz.
Die Formgebung war anfangs etwas klobig und unförmig,
das kam daher, dass ich die Grösse der Mechanik nicht so richtig einschätzen konnte.
Die Namensgebung war etwas eigenwillig,
aber immerhin, das Ding flog.
Hubschrauber mit "richtigem" Rumpf stachen aus der Masse der damals noch üblichen Trainer angenehm heraus
und der Erbauer war stolz auf sein Werk, das war das Wichtigste, die Selbstbestätigung.
Daß das Gerät auch noch wesentlich länger lebte, als früher diese Rennmodelle, gab mächtig Auftrieb.
und dann kam AIRMAX
Das war mein erster wirklich schöner und gelungener Wurf.
Viele Stunden der Formgebung und Formänderung waren notwendig.
Er flog wahnsinnig schnell für einen Hubi, war voll kunstflugtauglich, allerdings nur, wenns auch der Mann am Sender war.
Bruno Ziegler hat einen speziell für die Vario-Mechanik  entwickelten Rotorkopf gebaut und dieser gab dem Hubi eine ungeahnte Stabilität und Steuerfolgsamkeit.
Die Innereien waren praxisgerecht modifiziert, sodaß man selbst einen Motorwechsel am Flugplatz ausführen konnte, was sonst bei Baukastenmodellen Stunden in Anspruch nahm und teilweise ein komplettes Zerlegen des Hubis voraussetzte.
Die Mechanik war modulweise aufgebaut und Stück für Stück austauschbar
Genügend Ersatzteile vorausgesetzt konnte man alles kurzfristig ersetzen,
Schalldämmung mit Schaumstoffmatten,
beste Schalldämpfer,
freie Zugänglichkeit aller Komponenten.
Das Ding war eigentlich perfekt aber wie's der Teufel so will, wenn man's beherrscht und keine Herausforderung mehr findet, wird auch das irgendwann langweilig.

Es ist wie beim Radfahren, man denkt nichts mehr dabei, alles wird Routine und der dann gesuchte Kick resultiert in immer riskanterer Flugweise und das kann teuer werden.

Das Ende ist abzusehen.
Hier ein solches schlechtes Beispiel :
Ein Flug durch den Abflussgraben, rechts und links vielleicht ein halber Meter Platz zu den Rotorblättern.
Das Ende meiner Hubschrauber-Laufbahn war jedoch NICHT von einem Absturz geprägt, sondern nur von der Erkenntnis, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Modellbau. Die Tatsache, dass das alles recht langweilig wurde, nebst der Bremswirkung von Familie, Kind und Haus brachten mich zum "normalen" Leben zurück. ..... Aber ohne eine Freizeitbeschäftigung ging halt dann doch nichts !!!
Jahre später hat das Fieber doch wieder zugeschlagen
1977 - 1985 ..... Hubschraubermodelle